Bild: Gernot Müller-Putz

Abstract – Panel 2

 

 

 

 

 

Univ.-Doz. Dr. Gernot Müller-Putz

 

«Brain Computer Interface – Eine Schnittstelle zum Gehirn»

 

Die Konsequenzen einer Querschnittlähmung, die mit einem Verlust von sensorischen, motorischen und vegetativen Funktionen einhergeht, sind für einen Betroffenen schwerwiegend. Der Verlust der motorischen Funktionen, vor allem der Greiffunktion, führen zu einer lebenslangen Abhängigkeit von Angehörigen oder Pflegepersonen. Die Lebensqualität nimmt dramatisch ab.

Mit der Hilfe von sogenannten Neuroprothesen – Systeme, die auf funktioneller Elektrostimulation (FES) basieren – kann die verlorengegangene Greiffunktion zu einem Teil wieder hergestellt werden. FES-Systeme zur Griffwiederherstellung können aber nur von Patienten mit intakter Schulter- und Ellbogenfunktion verwendet werden. Bei Patienten mit sehr hoher Querschnittlähmung geht auch die Möglichkeit den Ellbogen zu bewegen verloren und auch die Zahl der aktiven Steuermöglichkeiten verringert sich. Ein Brain-Computer Interface (BCI) bietet hier die Möglichkeit dieses Problem zu umgehen.

 

Der Vortrag gibt einen Überblick über Neuroprothesen, sowie Forschungsarbeiten die sich mit der Steuerung von Neuroprothesen mit einem BCI-System befasst.

Gemeinsam mit Herrn Schweiger wird über die Erfahrungen mit einer Neuroprothese berichtet.